Rechtsanwalt Peter Kordts   Düsseldorf

 
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Haftung bei unterbliebenem Abbruch der PEG-Ernährung

Mrz 08 2018
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Wird ein nicht mehr einwilligungsfähiger, unter Betreung stehender Patient mittels PEG-Sonde künstlich ernährt und kann mit dieser Ernährung allenfalls noch eine Lebenserhaltung für die Dauer der lebenserhaltenden Maßnahme ohne Aussicht auf Besserung oder zumindest Stabilisierung des Gesundheitszustandes erreicht werden, so stellt es keinen Behandlungsfehler dar, wenn der behandelnde Arzt die Ernährung des Patienten über die Sonde nicht selbst einstellt...

Zurechnung von Folgeschäden durch Fortbehandelden Arzt

Sep 27 2017
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Wird aufgrund eines ärztlichen Behandlungsfehlers ein weiterer Eingriff erforderlich und fehlerhaft durchgeführt, hat der erstbehandelnde Artz auch für diesen Kunstfehler grundsätzlich zu haften. Der Zurechnungszusammenhang kann dann unterbrochen werden, wenn der weiterbehandelnde Arzt  die ärtzliche Sorfaltspflicht in außergewöhnlich hohem Maße verletzt (besonders grober Behandlungsfehler). Die Annahme allein eines groben Behandlungsfehlers unterbricht den Zusammenhang dagegen nicht.

Verletzung der ärztlichen Dokumentationpflicht

Mrz 01 2017
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Unabhängig von möglichen Organisationsmängeln in der Sphäre des Arbeitgebers ist der Arzt selbst gehalten, im Blick zu behalten, welche Behandlungsmaßnahmen er (noch) zu dokumentieren hat, und hierfür die nötigen Vorkehrungen zu treffen. Leitsatz des OVG Münster, 25.11.2016 (6t A 2679/13.Z)

Ungenügende Reposition einer Oberschenkelfraktur, mangelnder Hinweis als grober Fehler

Jun 23 2016
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Wird bei der Operation  einer Oberschenkelfraktur nur eine ungenügende Reposition des Knochens erreicht, kann darin ein Behandlungsfehler liegen, wenn eine Rotationsinstabilität verbleibt. Kommt es zu einer operativen Fehlstellung des Bruches, ist der Patient umgehend auf diesen Umstand hinzuweisen. Der mangelnde Hinweis kann als grober Behandlungsfehler zu werten sein.

Schultergelenksinfektion infolge einer Injektion

Feb 11 2016
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Die allgemeine Annahme, dass das Auftreten einer Infektion nach einer Injektion stets den zwingenden Schluss auf einen Hygienefehler zulasse, ist rechtlich nicht zulässig. (OLG Köln vom 7.10.2015, 5 U 105/13)

Hygienemangel durch Verwendung kontaminierter Handschuhe

Jan 11 2016
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Es stellt einen Hygienemangel dar, wenn ein Krankenhauspfleger eine Abszedierung an der Hand einer Patientin eröffnet und dabei Handschuhe trägt, mit denen er zuvor die Türklinke des Krankenzimmers berührt hatte. Der Hygienemangel kann nur als einfacher und nicht als grober Behandlungsfehler zu bewerten sein.

Diagnoseirrtum eines Arztes

Dez 22 2015
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Ein Arzt, der aus vollständig erhobenen Befunden einen falschen Schluss zieht, unterliegt einem - für sich allein noch nicht haftungsbegründenden - Diagnoseirrtum.

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